Steine, nichts als Steine!

Wir, vier Mäuse und vier Igel, wohnen nun schon eine ganze Weile hier bei unseren Adoptivis. Das Wetter sei bescheiden, sagen sie. Deshalb sind wir viel zu Hause.

Also haben wir beschlossen, das Haus etwas genauer zu erkunden. Dabei haben wir einen spannenden Fund gemacht:

Louis und Lavendula studieren ein Chamäleon auf einem Stein …

Da gibt es einen Raum, in welchem lauter bunte Steine liegen.

Zusammen mit der Leseratte rätslen sie, was das sein soll …

Die Dinger sind ganz schön schwer – und manche ziemlich gross. Und es gibt welche, da sind riesige Tiere draufgepinselt worden:

Papa Igel und Dolcessa studieren den Elefanten.

Wir konnten uns alle nicht sattsehen an diesen hübschen Malereien.

Das Igelmädchen hat sich in einen bunten Vogel verliebt.

Wir haben uns gefragt, wann unsere Adoptivis diese Steine wohl gemalt haben. Bisher haben wir das nämlich noch nie gesehen.
Okay, es hat auch Sachen dabei, die etwas gruselig sind:

Ob der Affe krank ist?

Und dann sind noch Tiere dabei, da sind wir einfach froh, dass sie nur auf Stein gemalt sind:

Diese Katzenviecher fressen aber auch einfach alles!

Endgültig ratlos liess uns eine Kiste zurück:

Schachtelnweise bunte Steine … was soll das?

Wir haben unsere Adoptivis gelöchert, was all das soll. Und die Adoptivmama hat uns erzählt, dass sie diese Steine noch vor unserem Einzug gemalt hat. Vor langer Zeit! Und dann, von jetzt auf gleich, habe sie aufgehört damit. Einfach so! Sie hatte die Nase voll.

Wie konnte sie nur? Wir verstehen es nicht. Jetzt liegen hier ziemlich lieblos all diese schönen Steine rum und fristen ein trostloses Dasein. Und wir studieren, was wir damit tun könnten. Hat da draussen irgendjemand eine Idee? Die Dinger sind schwer, sehr schwer – also rumschleppen können wir die nicht.

Neu anmalen?

Wir haben uns schon überlegt, ob wir die Adoptivis überraschen und all die Steine über Nacht einfach neu anmalen sollten? Was denkt ihr? Wäre das eine Idee? Okay, zugegeben, die Buntstifte sind doch recht gross, aber gemeinsam sollten wir das schaffen.

Wir fragen uns, wie die Adoptivis wohl aus der Wäsche gucken, wenn da auf einmal nur noch Mäuse und Igel auf den Steinen sind … 🙂

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Es wird eng

Was einmal mit zwei Mäusen namens Louis und Lavendula angefangen hat, ist inzwischen zu einer namhaften Familie geworden. Kurzum sind ja auch noch eine Leseratte und eine Bäckerin namens Dolcessa zu uns gestossen. Die Adoptivis haben einfach ein riesengrosses Herz – und langsam wohl auch ein viel zu kleines Haus. Es hat nämlich heute schon wieder an der Türe geklinget und …

Familie Igel friert …

… da steht doch allen ernstes eine komplette Igelfamilie vor der Türe und bittet um Winterasyl.

Okay, wir Mäuse haben natürlich unsere Adoptivis erst mal ins Gebet genommen. Igel? Mit Stacheln? Die haben Flöhe, Milben, Ungeziefer aller Art und … sie stinken! Das geht doch nicht! Und zu Mäusen passen Igel ohnehin überhaupt und einfach rein gar nicht!

Unsere Adoptivis möchten aber, dass wir die Igelfamilie erst einmal anhören, bevor wir sie in der Kälte stehen lassen. Papa Igel erzählt, dass die Wärme sie wieder aus dem geplanten Winterdomizil geholt hat. Und vor kurzem, als dann die Kälte kam, hat er sich mit seiner Familie in ein neues Zuhause verkriechen wollen …

… schwupp und weg! Blöder Besen …

… welches anderntags auf einmal weg war. Verschwunden – zerstört von einem Besen mit langem Stiel. Entsorgt in einem Grüncontainer. Die Idee, den Blättern in besagten Container zu folgen, hat Papa Igel schnell verworfen … die Kletterpartie hätte er nie und nimmer geschafft. Und die Option, sich in einer Zierpflanze zu verstecken, hat ein Mann mit grünen Kleidern und viel Schnur zunichte gemacht:

Eintritt verboten!

Und so kam es, wie es kommen musste. Papa Igel muss seine Familie vor der Kälte schützen – und was liegt da näher, als bei dem Haus zu klingeln, bei dem ständig Tiere ein- und ausgehen?

Ja, schon klar – ein oder zwei kleine Mäusetränen hat uns die Geschichte schon gekostet. Und die vorwurfsvollen Blicke der Adoptivis haben auch nicht unbedingt dazu beigetragen, dass wir die Igelfamilie in der Kälte hätten stehen lassen.

Okay: Der Deal war, dass die stacheligen Freunde zuerst einer Desinfektionsdusche unterzogen werden – wir wollen ja kein Ungeziefer im Haus. Bei uns herrscht schliesslich mausastische Ordnung – und unser Blick für Zecken und Läuse ist rattenscharf.

Was sollen wir sagen?

Aus vier wird acht!

Wir dachten ja, zu viert wäre es schon eng – und jetzt? Jetzt sind wir zu acht und vier davon haben erst noch Stacheln. Okay … wir bemühen uns sehr, uns nicht daran zu pieksen – aber hin und wieder hört man schon eine Mäusestimme klagen, weil sie sich wider an so einem spitzen Ding gestossen hat.

Wir hoffen inständig, dass sich diese tierisch nette WG nicht noch mehr vergrössert … so langsam wäre genug. Fehlt nur noch, dass die Adoptivis irgendwelche Exoten anschleppen, die uns dann zum Frühstück fressen.

Genug ist genug – nämlich.

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Ja was denn noch???

Seit kurzem leben wir bei unseren Adoptivis als Mäusetrio. Wir haben uns ganz gut aneinander gewöhnt, wenn da nicht noch diese komischen pelzigen Mitbewohner wären. Unsere Adoptivmama hat uns erklärt, dass die nichts tun und auch zur Familie gehören – wir sollen uns mit ihnen anfreunden.

Das kann nicht euer ernst sein … ?!

Wenn Menschen meinen, dass Mäuse auf einmal Katzen lieben, dann haben sie aber echt nicht mehr alle Tassen im Schrank. Diese Viecher sind gefährlich. Brandgefährlich! Die fressen uns quasi zum Frühstück. Aber es war ja klar, dass die Leseratte sich auf die Seite der Menschen schlagen würde. Sie hat uns doch tatsächlich über das Leben der Katzen vorgelesen – auf dem Katzenbaum!!!

Diese Leseratte ist doch nicht normal …

Als ob das mit den Katzenviechern nicht genug wäre, gibt es da noch diesen kläffenden Wischmob im Haus. Ellie nennen sie das Hundemädchen:

… riecht komisch das Ding …

Jedesmal, wenn es an der Türe klingelt, explodiert die Fellnase fast und wir fahren aus unseren Mäusehäuten vor Schreck. Sie beschützt alles, was ihr in die Quere kommt – sogar uns. Und sie jagt die Katzen, was wir natürlich wahnsinnig cool finden!

Ist ziemlich in Ordnung, die Fellnase!

Das Essen der pelzigen Mitbewohner sieht irgendwie komisch aus. Es riecht manchmal nach Fisch, dann wieder nach Fleisch, dann wieder nach Gemüse – die Viecher können sich offenbar nicht entscheiden, was sie gerne essen. Wir finden das Zeug gruselig.

Bäh!

Warum diese Tiere aus Badewannen trinken, ist uns auch noch nicht wirklich klar. Wir trauen uns gerade mal knapp über den Beckenrand zu gucken – wir würden in dem Ding nämlich ertrinken.

Katzen- und Hundewanne. Der Tod jeder Maus …

Auch heute ist die Fellnase wieder expoldiert – es hat nämlich an der Türe geklingelt und sie hat das halbe Quartier zusammengebellt. Wir sind natürlich auch neugierig zur Türe geschlichen. Die Adoptivmama hat das Hundetier zurück aufs Plätzchen geschickt.

Was jetzt wohl kommt?

Als die Tür sich geöffnet hat, haben wir Bauklötze gestaunt. Vor der Tür hat uns eine neue Adoptivschwester begrüsst. Sie heisst Dolcessa und hat uns Mäusekekse mitgebracht. Wow, wie cool ist das denn??

Dolcessa kommt neu zu uns!

Die Schwester mit den Süssigkeiten haben wir natürlich sofort in unser warmes Haus gebeten – schliesslich haben wir es auf die Leckereien abgesehen.

Das sieht ja lecker aus …

Nun ist also aus unserem Trio ein Quartett geworden. Und wenn wir unserer Adoptivmama glauben können, dann kommen da noch mehr. Wir sind gespannt. Wir vier haben uns jetzt mal zusammengetan, um das süsse Zeug in unsere Mäusebäuche zu versorgen. Dolcessa scheint nämlich gerne zu backen. Also sorgen wir doch dafür, dass ihr Blech niemals leer wird.

Guten Appetit!

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Überraschung

Unsere Adoptivis haben uns nun auf Herz und Nieren getestet – und wir haben uns als tauglich für das Leben und weitere Mitbewohner erwiesen. Wir wissen zwar nicht so recht, was das nun bedeuten soll, aber Tatsache ist, dass wir heute wieder mit dem grossen Gefährt namens Zug nach Hause gerumpelt sind.

Die Adoptivmama hat uns zu Hause aus dem Mäuserucksack entlassen und wir standen fragend vor der Eingangstüre.

Louis und Lavendula fragen sich, was sie wohl erwartet …

Als die Tür aufging, ist uns beinahe unser Mäuseherz ins Mäusefell gerutscht. Da stand ein … Dings … ein mausiges Etwas … ein …

Wer bist Du???

Dieselben Ohren wie wir, dieselben Schnauzhaare wie wir, dieselbe Piepsstimme wie wir – aber irgendwie doch ganz anders. Wir stotterten fehlerfrei die komischste Mäusebegrüssung aller Zeiten, während das Wesen selbstbewusst und frech meinte:

Leseratte?

„Kommt doch rein – ich habe schon auf euch gewartet!“

Wie, kommt doch rein? Was meinte sie damit? Wir wohnen schliesslich hier. Was tut sie da und WARUM? Hat die während unserer Abwesenheit unser Zuhause in Beschlag genommen? Das gibts doch gar nicht!

Unsere Adoptivmama hat uns beruhigend zugeflüstert: „Keine Angst, ihr zwei, das ist ab heute eure neue Schwester. Sie ist zwar eine Maus, wir nennen sie aber Leseratte.“

EINE R A T T E ??????

Gescheites Ding das!

Das Wesen im hübschen Kleidchen erklärte uns, dass wir keine Konkurrenz zu befürchten hatten. Und ihren Namen hat sie offenbar nur bekommen, weil sie sich ausschliesslich von Buchstabensuppe ernährt und nichts anderes tut, als Bücher zu lesen. Wir haben keine Ahnung, warum sie das tut – die Dinger schmecken ja nicht mal lecker. Kein Käse, keine Kartoffeln, nichts ist da drin. NUR BUCHSTABEN!

Louis und Lavendula beraten sich …

Wir mussten dringend darüber diskutieren, was wir mit der neuen Mitbewohnerin anfangen sollten. Die hübschen Kleider, die gescheite Art – ob das gefährlich für uns werden würde. Unsere Adoptivmama schien die mäusemässige Panik in unseren Köpfen zu sehen und meinte: „Alle gut, ihr beiden. Ihr werdet ab jetzt jeden Abend Geschichten vorgelesen bekommen und die Leseratte wird auch nicht die einzige bleiben, die bei uns auch ein Zuhause bekommt. Wir haben genug Platz und das Essen reicht auch für alle; zumal die Leseratte ohnehin nur Buchstabensuppe isst!“

Willkommen liebe Leseratte!

Okay, das klang doch vernünftig. Der Familienzuwachs wurde zwar kritisch beäugt, aber dann genehmigt. Und wir staunten nicht schlecht über das grosse Wissen der Leseratte. Ob wir nun auch die Kunst dieser Buchstaben lernen sollten? Lesen mache das Leben einfacher, hat sie uns erklärt.

Wir denken darüber nach – während wir uns noch mit dem Gedanken anfreunden, dass wir ab sofort zu dritt sein werden.

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Krankenhaus, nein danke …

Ein Ausflug in die Grossstadt ist für uns kleinen Kerle ja schon eine Herausforderung. Und dass unsere Adoptivis uns auf Herz und Nieren prüfen wollen, das haben wir inzwischen auch verstanden. Was aber sollen wir in einem Krankenhaus? Da hat die Adoptivmama uns heute hingeschleppt. Nur Besuch machen, hat sie gesagt. Ja klaaaaaar – als ob das weniger gruselig wäre:

Louis und Lavendula testen den medizinschen Weihnachtsbaum …

Es hat überall gepiept … und trotzdem waren da keine Mäuse. Quasi ein mausloses Dauerpiepen – da wird die ruhigste Maus kirre. Und Schläuche hat es überall, in denen Maus sich locker zig mal aufhängen könnte …

Louis und Lavendula kämpfen gegen den Kabelsalat!

Echt jetzt? Wie kann man an so einem Ort gesund werden? Das ist je ein mäusemässiges Gruselkabinett. Und die Betten erst – harte, schmale und viel zu kurze Britschen sind das:

Da hilft nur noch gegenseitiger Zuspruch!

Wir haben uns überlegt, ob ein Sprung aus dem Fenster eine Fluchtoption sein könnte. In Anbetracht der Höhe haben wir uns aber dagegen entschieden … wir sind ja keine Flugmäuse und würden vermutlich danach als Mäuseketchup in unseren Stammbaum eingehen.

Da hilft nur noch umarmen!

Nach diesem Schock hat uns die Adoptivmama einen Booster verpasst, damit wir unsere arg angespannten Nerven wieder entspannen konnten. Der war superlecker und hat die kleinen Mäusemuskeln wieder mit Kraft gefüllt.

Nach dem Schrecken eine Stärkung!

Echt Leute, wenn ihr es in der Hand habt, bleibt ums Himmelswillen gesund. Kein Mensch tut sich das freiwillig an. Also trinkt immer schön eure Vitamine, lasst euch brav impfen, geht viel an die frische Luft und schlaft genug. Und wenns euch dann trotzdem noch erwischen sollte: Wir sind jetzt auch besuchstauglich – ungern, aber was tut Maus nicht alles.

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Mausastische Reise

Wir leben nun seit einer Weile bei unserer Adoptivfamilie. Tierische Freunde sind noch keine nachgezogen. Unsere Adoptivis haben uns heute gesagt, dass wir zuerst mal unsere Tauglichkeit unter Beweis stellen müssen, indem wir lernen, uns auch ausserhalb unserer vier Wände zu bewegen. Also gings heute los auf grosse Reise:

Louis und Lavendula auf dem Rollkoffer.

Wir wurden auf einem Gefährt mit Rädern namens Koffer über den Bahnsteig geschoben – meine Güte war das eine holprige Angelegenheit. Wir werden zeitnah eine mausastische Rückenmassage brauchen. Eine ziemliche Zumutung war das. Dann kam dieses unheimlich laute Zuggefährt angebraust und wir konnten einen Fensterplatz ergattern.

Grosse Klasse, da braust die Welt vorbei!

Boah, noch nie haben wir die Welt so schnell an uns vorbeiflitzen sehen. Und als Maus hat man sogar den Vorteil, dass man weder Zertifikat, noch Maske, noch sonst was braucht – nicht einmal ein Ticket mussten unsere Menschen für uns lösen. Wir sind quasi als blinde Passagiere gereist; und das, obwohl wir einen rattenscharfen Blick haben! Und das gleichmässige Rattern hat uns glatt aus den Mauseschuhen gehauen:

Louis und Lavendula schnarchen im Zug …

In einer grossen Stadt mit viel Lärm durften wir mit unseren Menschen auf dem Gefährt mit den Rädern über massenhaft Pflastersteine mitfahren. Zürich, haben sie die Stadt genannt. Und sie haben uns zu einem Hotel geschoben, wo wir nun zwei Tage wohnen. Eine mäusemässig schöne Aussicht hat unser temporäres Zuhause:

Louis und Lavendula geniessen die Aussicht.

Die Menschen haben sogar extra für uns gesundes Zeug hingestellt. Dass wir lieber Käse hätten, scheint sie nicht zu interessieren.

Vitamine A – Z … so ein Käse aber auch!!!

Was wir aber lustiges bekommen haben, sind mäusemässig hübsche Frischmacher in der perfekten Mausegrösse:

Louis und Lavendula machen sich hübsch für den Ausgang.

Wer denkt, dass es das nun war, liegt völlig falsch. Unsere Menschen haben uns mitgenommen zum Window-Shopping. Das war vielleicht cool. Nur leider war alles zu. An Sonntagen wird im Menschenland nicht verkauft, da wird gechillt.

Wie gerne wären Louis und Lavendula da mitgefahren – aber es war geschlossen!

Nicht einmal zu unseren bärenstarken Freunden durften wir rein. Wir konnten nur durchs Fenster winken und hoffen, dass wir sie irgendwann mal bei offener Türe besuchen können.

Louis und Lavendula möchten so gerne da rein!!!!

Wusstet ihr, dass man vor dem Schlafengehen keine Cola trinken soll? Wir wussten das auch nicht und haben es deshalb einfach gemacht – zum Ärger unserer Menschen, die uns erklärt haben, dass wir nun schlecht schlafen werden.

Cola geht doch immer … finden Louis und Lavendula …

Unsere Menschen gehen nun schlafen … wir sind noch mäusemässig munter und machen unsere eigene Party – mit unserer hübschen Stehlampe, die uns die Tanzfläche erleuchtet. Wir müssen einfach leise tanzen, sonst werden wir aus dem Zimmer geschmissen – sagen unsere Adoptivis!

Let’s get a Party!!

Und so geht irgendwann der mäusemässig spannende Ausflug in die Grossstadt auch für uns zu Ende. Wir sind gespannt, was als nächstes auf uns wartet.

Gute Nacht da draussen!

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Neues Zuhause

Louis und Lavendula

Da sind wir also: Wir heissen Louis und Lavendula – wir sind die ersten beiden Adoptivtiere dieses Blogs. Wir durften vor kurzem hier einziehen. Das war ein schöner Kraftakt für uns Mäuse. Wir wurden zuerst in weisses, komisch riechendes Zeug eingerollt (die haben was von Papier geschwafelt) und dann hat man uns in ein Verliess gesteckt (Menschen nennen das Kartonschachtel). Unsere Schöpferin hat uns dann mit zackigem Schritt zur Post gebracht. Das hat so dermassen geschüttelt, dass wir uns um ein Mäusehaar übergeben hätten.

Dass wir danach noch unzählige Male von einem zum anderen Ort geschmissen wurden müssen wir wohl nicht sonderlich ausführen. Was waren wir froh, als wir endlich bei der Endstelle angekommen waren.

Da hat uns eine Frau aus unserem Verliess befreit. Wow, hat die uns vielleicht angehimmelt. Wir müssen unfassbar schön sein, so wie sie geguckt hat. Sie hat mit uns gesprochen und wir haben um die Wette gemäusepiepst – wir sind uns aber nicht so sicher, ob sie uns verstanden hat. Eigentlich ist es auch egal. Sie hat uns einen wunderbaren Platz in ihrem Wintergarten gegeben und wir haben jetzt freie Sicht auf die Alpen. Zwar haben wir keine Ahnung, was die Alpen sind, aber alle, die hier rausgucken sagen: „Wow, guck Dir heute mal diese Alpen an.“ Also muss es was Schönes sein.

Unsere neue Mama hat uns erzählt, dass wir demnächst eine Menge Freunde bekommen. Und dass es dann Abenteuer ohne Ende gibt. Was Abenteuer sind, wissen wir auch noch nicht, aber wir sind aufgeregt und unsere Mäuseherzen klopfen irre schnell.

Also geduscht wurden wir schon – das war aber ein Versehen. Hinter uns steht eine Pflanze, die wohl durstig war. Da haben wir auch eine kalte Dusche abbekommen. Das hat zwar mäusemässig genervt, aber inzwischen sind wir wieder trocken und gut gelaunt.

Wir melden uns wieder, sobald unsere Freunde eingezogen sind.

7 Kommentare zu „Neues Zuhause

  1. Herzlich willkommen in unserer, zugegeben etwas komischen „Menschenwelt“, liebe Lavendula und Louis 🙂 Ich weiss, dass ihr in einem wunderbaren Zuhause angekommen seid und dass ihr ja jede Menge Spass und auch Aufregungen erleben werdet.
    Ich habe während vielen Jahren zu Weihnachen eine Katzenpost verfasst. Einen Jahresrückblick und zugleich Weihnachtsbrief für all unsere Freunde aus der Sicht unserer beiden Katzen Grisou und Skippy! Es hat mir sehr viel Spass gemacht und alle haben sich immer sehr über diese Katzenpost gefreut – eine schöne bleibende Erinnerung 🙂 Nun aber, freue ich mich auf all eure Geschichten.

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